Ich hasse Nadeln und war trotzdem Blut spenden

Impfen gehen und Blut abnehmen habe ich schon immer gehasst. Als Kind hatte ich immer meinen Teddy Bussi Bär dabei, hinter dem ich mich verstecken konnte. Leider ist Bussi Bär mittlerweile auf dem Dachboden und ich muss solche Herausforderungen einfach alleine meistern.

Warum ich unbedingt Blut spenden wollte

Martina und ich nach der Blutspende

Pro Tag werden in Österreich 1.000 Blutspenden benötigt, sei es für Operationen, bei Unfällen oder zur Behandlung von Krankheiten. Blut ist durch nichts anderes zu ersetzen, es ist also essentiell, um Menschen zu behandeln.

Außerdem ist es für Student_innen natürlich eine gute Art zu spenden: kostet kein Geld und auf die 465ml Blut kann man gut verzichten.Trotzdem hatte ich ordentlichen Respekt vor der Blutspende. Mein Blutdruck ist generell niedrig, mein Kreislauf oft nicht so gut und ich kann mich sehr schnell selbst in Panik versetzen. Ich hatte also eher Angst umzukippen, anstatt wirklich Schmerzen zu haben. Also habe ich gut gegessen, viel getrunken und habe es einfach mal versucht.

Scheitern ist nicht schlimm

Und tatsächlich, der Pieks in den Finger tat zwar weh, die große Nadel habe ich aber nicht mal gespürt. Es war nicht wie im Krankenhaus, wo Turnusärzte oft verzweifelt nach meinen Venen gesucht haben und dann verzweifelt eine Oberschwester um Hilfe bitten mussten. In diesem Fall war die Nadel schnell drin und dann ging es auch schon los.

Ich konnte mich nicht wirklich ablenken, dauernd kreisten meine Gedanken um die Blutspende und darum, dass ich sicher bald umkippen werde. Ganz bestimmt. Bis mir dann wirklich schwindlig geworden ist und ich nach nicht mal 100ml abbrechen musste. Tja, das hat mich geärgert. Viele legen sich ganz cool hin, lassen das Blut laufen und ich?! Ich bin schon nach 100ml K.O?!

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Meine zweite erste Blutspende

Beim zweiten Mal habe ich es besser gemacht. Ich wusste schon, dass ich das mit der Nadel prinzipiell schaffen kann, wenn ich nur abgelenkt werde. Also habe ich ein Blutspendedate mit Martina vereinbart. Martina geht schon jahrelang Blut spenden, versteht aber auch, warum das vielleicht im ersten Moment beängstigend ist.

Das Gefühl zu zweit zu sein, hilft einfach sehr. Außerdem habe ich die Abnahmeschwester gebeten, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Das hat mir sehr geholfen. Warum also cool tun, wenn es viel mehr bringt, seine Angst zuzugeben?

Es hat nicht lange gedauert und dann waren wir schon wieder fertig. Meine 465ml Blut habe ich danach nicht wirklich vermisst!

Viel schöner war stattdessen die Benachrichtigung per SMS, die ich zwei Wochen nach meiner Blutspende erhalten habe.



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