Internet fetzt

Hui Hui Hui, die letzte Woche ist wieder schnell vergangen. Ich habe mich endlich dazu motivieren können, etwas für meine Lateinergänzungsprüfung zu tun. Daher gehe ich jetzt zwei Mal pro Woche in einen Abendkurs und das ist wirklich anstrengend. Unterwegs lese ich immer irgendetwas, das in meinen Feed gespült wird. Diese Woche sind mir diese Themen untergekommen: Cultural Appropriation im Fasching, Glitzer, die Schifffahrt, Primark und ein Kommentar von Vea Kaiser.

Fasching in vollem Gange

Die Faschings-und Karnevalszeit ist super: endlich verkleiden, rausgehen und Spaß haben. Gut, in Österreich ist die Faschingskultur einfach nicht so groß wie in vielen Gegenden Deutschlands. Falls man sich selbst oder die eigenen Kinder verkleidet, sollte man aber eines beachten: cultural appropriation. Es ist nicht okay, sich als Indianer, Afrikaner oder „lustiger Chinese“ zu verkleiden.

Was viele ausblenden, ist, dass die Geschichte der ethnisierenden Verkleidungen mit kolonialem Raub und Plünderungen verknüpft ist.

Warum das so ist, beantwortet die Kulturwissenschaftlerin Noa K. Ha in diesem Interview mit der ZEIT. Der Titel „Kostüme sind nicht unschuldig“ ist sehr treffend. Und nein, es ist keine Entschuldigung, „wenn du es eh nicht so meinst“ oder wenn du selbst „Freunde mit irgendeinem Background hast“. Das heißt jetzt nicht, dass du dich für dein Indianerkostüm in der Kindheit schuldig fühlen musst. Das heißt nur, dass du es als erwachsener Mensch nicht nochmal falsch machen musst.

Glitzer: Vegan, ohne Tierversuche & biologisch abbaubar

Oh, ich war so traurig, als ich gelesen habe, wie schädlich Glitzer für die Umwelt ist. Wie viele andere Kosmetikprodukte enthält herkömmliches Glitzer nämlich Mikroplastik.

Das dänische Label Glitterkram hat das Problem erkannt und unbedenkliches Glitzer hergestellt, wie du in diesem Artikel von Peppermynta nachlesen kannst. In diesem Sinne: Sparkle and let it shine!

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Schifffahrt: Die faule Branche

Mittlerweile weiß fast jede_r wie schädlich eine Kreuzfahrt für die Umwelt ist. Oft vergessen wird aber, dass Schiffe im Bereich Transport öfter eingesetzt werden als andere Verkehrsmittel. Laut Umweltbundesamt transportieren sie, wie diesem Enorm-Artikel zu entnehmen ist, etwa 90% aller Waren.

Das Problem ist nicht alllein der Antrieb, sondern das verwendete Schweröl, welches Giftstoffe in die Meere katapultiert, die Luftverschmutzung und die illegale Müllentsorgung. Das Enorm Magazin informiert über das sogenannte Ecoship, das realistischerweise erst 2030 umgesetzt werden kann.

Das Posting von Vea Kaiser

Die Schriftstellerin, deren Debütroman „Blasmusikpop“ mich nach einer langen Pause wieder fürs Lesen begeistert hat, wird anscheinend sehr oft von älteren Männern per E-Mail belästigt. Diese Männer fragen, ob die bekannte Schriftstellerin ein Buch über ihr ach so spannendes Leben schreiben möchte. Seriously? Wer kommt denn auf so eine Idee?

Spannendes Posting, solltest du unbedingt zu Ende lesen:

Primark und die Lieferanten

Sie haben es doch noch gemacht: Nach dem Einsturz von Rana Plaza 2013 veröffentlicht Primark endlich eine Liste mit Lieferanten. Das wäre ohne dem unermüdlichen Einsatz und Protest von Hilfsorganisationen nie passiert. NGOs, wie die Kampagne für Saubere Kleidung, wollten ein Drama wie nach dem Fabrikseinsturz vor fünf Jahren vermeiden. Damals suchten Überlebende und Helfer_innen in den Trümmern verzweifelt nach Etiketten. Das war essentiell um herauszufinden, für wen produziert wurde und um in weiterer Folge Schadenszahlungen zu bekommen.

Wer sich gefragt hat, wo der Textildiscounter Primark ein T-Shirt für 2,50 Euro oder eine Jeans für 10 Euro herbekommt, kann jetzt im Internet nachschauen.

Bei den veröffentlichten Daten geht Primark allerdings nicht so sehr ins Detail wie andere Unternehmen. Von eigens gesetzten Zieln, um die Situation der Näher_innen zu verbessern, ist die Billigkette noch weit entfernt.

Den Artikel kannst du in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.



2 Gedanken zu “Internet fetzt

    1. Das freut mich! 😀 Du hast mich dazu wirklich inspiriert, weil deine Lieblingslinks immer so informativ sind. Ich hoffe du hast es gut in Nancy! Liebe Grüße aus Wien

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