Internet fetzt

Ich habe die Lateinergänzungsprüfung bestanden, yippieh! Also wieder mehr Zeit, die ich im Internet verbringen kann, beim Lesen von spannenden Artikeln. Einige davon möchte ich wieder mit euch teilen. Das sind meine Lieblingslinks der vergangenen Woche.

Es geht nich um Konsum, sondern um Politik

Das sagt Kathrin Hartmann, die Autorin des Buches „Die grüne Lüge: Weltrettung als profitables Geschäftsmodell“ und Filmpartnerin von Werner Bootes neuem Film, den ich hier ebenfalls rezensiert habe. Im Gegensatz zu dem wofür ich immer plädiere  mit dem bewussten Konsum kann jede_r zu einer besseren Welt beitragen  spricht sich Hartmann für den politischen Protest aus. Nur politische Aktionen der Bürger können Unternehmen zu Veränderungen bewegen, der Eigenkonsum selbst verändert nichts. Ein strenger, aber interessanter Gedanke, den ihr hier nachlesen könnt.

Dieses ganze harmonische Gerede der Art, man müsse die Menschen „positiv abholen“, das halte ich für kontraproduktiv – wir sind doch nicht im Kindergarten, sondern mündige Erwachsene.

-Kathrin Hartmann

Das ewige Hin und Her mit H&M

Im Jahr 2013 hat H&M noch versprochen, sich bis 2018 um die sogenannten ‚living wages‘ der Textilarbeiter_innen zu kümmern. Davon ist im kürzliche erschienen Nachhaltigkeitsbericht von 2017 jedoch nicht mehr die Rede, so die Clean Clothes Campaign.

Gleichzeitig testet H&M in Hamburg nun erstmals einen Reparaturservice für Kleidung. In ganz Deutschland wird ein neues Projekt ausgerollt, bestehend aus einer Website mit Nähanleitungen und Pflegetipps und natürlich dem Verkauf von Produkten wie Waschmittel. Nun ja, wie wir wissen, kann man Waschmittel wirklich wo anders kaufen und Nähanleitungen gibt es wie Sand am Meer. Der Reparaturservice scheint mir das einzige zu sein, was wirklich etwas bringen könnte. Immerhin bieten das mittlerweile schon einige Hersteller an. Nicht vergessen darf man dabei, dass es sich um eine nette Marketing Kampagne handelt, eine echte Veränderung ist das nicht für die Textilarbeiter_innen. Ich halte es sogar für eine weitere grüne Lüge, der wir da aufsitzen.

Orientalismus in Wien

Nein, die Objekte, die in europäischen Museen liegen, sind nicht einfach so zu uns gekommen und sie können zweifelsohne von problematischer Natur sein. Da ich Kunstgeschichte studiere, hatte ich die Möglichkeit bei einer Übung im MAK dabei zu sein und mehr über den Orientalismus in Wien zu erfahren. Wie sieht der aus und was haben koloniale Praktiken damit zu tun? Hier könnt ihr mehr zu diesem Forschungsprojekt lesen. Für mich war die Auseinandersetzung mit diesem Thema, insbesondere den syrischen Fliesen, auf jeden Fall bereichernd.




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