Internet fetzt

Ich liebe ja Ninia LaGrandes Wochenrückblick Weekly LaGrande und Jana Wieses Zuckersüß. Einfach mal frei und ungezwungen über die Woche schreiben und darüber, was einem so alles untergekommen ist: Das möchte ich jetzt auch machen! Jeden Sonntag gibt es meinen Wochenrückblick Internet fetzt über all die Dinge, die mein Online-Leben so besonders machen.

Das fetzt nicht

Unklare Zukunft für Göttin des Glücks

Ziemlich schockiert hat mich das Video von Lisa Muhr, der Gründerin des fairen Modelabels Göttin des Glücks. Selbst als ich mich mit dem Thema faire Mode noch nicht beschäftigt habe, sind mir ihre Kleidungsstücke im Weltladen und auf der Straße untergekommen. Die Göttin des Glücks ist eine Pionierin der fairen Modewelt und hat die Diskussion darüber in Österreich erst in Gang gebracht. Als sich Instagrammer_innen noch nicht dafür interessierten, hat die Göttin ihre Marke schon aufgebaut. Jetzt sieht es schlecht aus. Es fehlt noch viel Geld, um aus der Misere rauszukommen. 2017 hat das Label beschlossen, eine Genossenschaftsgründung anzugehen, aber im Februar 2018 (kurz vor der Deadline) fehlen noch immer viele Anteilszeichner_innen.

Linker Kinderhass

Was auch nicht fetzt ist linker Kinderhass im Café. Den Artikel habe ich gelesen, weil ihn Frau Naijn, die Bloggerin hinter me, myself and child, geteilt hat. Es geht darum, dass linke Frauen sich oftmals klar positionieren müssen. Die Frauen, die Kinder kriegen, waren halt mal cool, aber jetzt hat es sozusagen auch sie erwischt.

Mütter mit Kind sind lächerlich, weil sie Gutes für ihr Kind wollen, dabei über die Stränge schlagen oder Fehler machen – erzählt mir was Neues. Dementsprechend verpönt sind sie in Augen der »coolen«, aufgeklärten, entspannten Leute.

Katholische Sekte

Am Freitag bin ich mit meiner besten Freundin nach Silz in Tirol gefahren. Wir waren dort zum Schneeschuhwandern, das war richtig schön. Dann haben wir erfahren, dass es dort auch eine Sekte gibt. Ich liebe ja Stories über extremgläubige Katholiken, schließlich hab ich für Vice auch den Öffi-Prediger interviewt. Die Sekte, die auch einen Standort in Silz hat, nennt sich Engelwerk. Im Prinzip beruht sie auf der katholischen Kirche, nur noch viel extremer und mit 400 erfundenen Engeln. Die Wienerin Gabriele Bitterlich hat die geistliche Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg gestartet. Offenbarungen hatte sie angeblich schon seit sie 4 Jahre alt war. Jedenfalls glaubt diese Sekte auch an Dämonen: Frauen, die Fehlgeburten haben, sind von ihnen genauso besessen wie schwarze Katzen. Die Sekte stand schon mehrmals unter Verdacht mit Sexualmorden und Mordanschlägen zu tun zu haben. Sie sollen außerdem Kinder ihren Familien entfremdet und Mitglieder in den Suizid getrieben haben. So steht es zumindest auf Wikipedia und in dieser Spiegel Reportage.

Der Hauptvorwurf, den Poppenwimmer und Sektenbeauftragte gegen die Gemeinschaft richten: Durch die Abschottung von der Außenwelt und die Indoktrination der bizarren Lehren und Heilsversprechen mache das Engelwerk viele Anhänger auf Dauer psychisch krank. Poppenwimmer will viele solcher Menschen erlebt haben. Kirchenrechtler halten die Geheimlehre für abstrus und gefährlich.

Das fetzt

Podcasts und Sketchnotes

Jana von der Zuckerbäckerei macht einfach wahnsinnig viel. Sie macht tolle Podcasts (bei einer Episode durfte ich dabei sein) und jetzt auch noch Sketchnotes. Richtig schön!

Einsam & allein

Einsamkeit fetzt eigentlich nicht, aber ich fand den Beitrag dazu sehr gut. Immer mehr Menschen fühlen sich einsam und zwar nicht nur ältere Menschen, wie ich angenommen habe, sondern auch sehr viele junge. Egal ob es Leute sind, die eher zu Depressionen neigen, oder Leute, die nur für ihren Job leben: Einsamkeit betrifft alle. Das British Red Cross schätzt die Zahl der daran Erkrankten auf über 9 Millionen und hat einige Intitiativen gestartet, um die Menschen aufzufangen. In Großbritannien gibt es jetzt auch ein eigenes Ministerium gegen Einsamkeit. Klug!

Intimbehaarung bei schwangeren Frauen

Hier geht’s zur Pussy. Ich liebe die Hebammen-Kolumne des SZ Magazins. Es geht um berührende und grausliche Erlebnisse aus dem Alltag einer Hebamme im städtischen Krankenhaus. Diesmal ist das Thema Schwangerschaft und Intimbehaarung.

Doch anders als bei OPs an den Armen oder am Kopf glauben viele, sichtbare Schamhaare seien heutzutage erklärungsbedürftig. Die Frauen entschuldigen sich regelrecht bei mir: »Ich habs leider nicht mehr geschafft, mich zu rasieren« – Ja, warum auch? Und vor allem: Wie? Da ist ein kleiner Baby-Planet auf deine Vorderseite gespannt!

Social Media Marketing vs. Like Bots

Fake Follower kaufen fetzt gar nicht. Darüber reden aber schon, finde ich. Zugegeben, ich hab mich ziemlich gewundert, als der Instagram Kanal von Peppermynta Mag plötzlich weg war. An einen Hacker Angriff habe ich auch damals nicht geglaubt, schließlich mache ich Redaktion & Social Media hauptberuflich. Daher weiß ich, dass Instagram bei gekauften Likes rigoros vorgeht. Wenn sie draufkommen, löschen sie dir das Profil. Genau das ist Peppermynta Mag passiert. Ich liebe dieses Online-Magazin! Und ich finde es super, dass sie darüber reden.

Ich erlebe diese zwei Extreme immer öfter, manche Blogger_innen finden es total verwerflich, Geld für Ads auszugeben und wiederum andere versuchen, sich hintenrum Likes zu kaufen. Dabei ist Facebook und Instagram Werbung ganz normal. Ich habe das auch gemacht, schließlich kann ich den Namen fairfetzt nicht einfach aus dem Fenster schreien. Wir leben in einer Zeit, wo wir Werbung machen können ohne für viel Geld Plakate drucken zu lassen oder Inserate zahlen zu müssen. Geld dafür herzunehmen, um eine Community aufzubauen ist voll okay und keinesfalls verwerflich. Außerdem findet man so die Leute die zu einem passen, bei gekauften Likes handelt es sich meistens um irgendwelche Bots. Respekt, Peppermynta, dass ihr darüber redet!

Instagram Account gehackt oder gelöscht! Was tun?





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